Mit stoischer Philosophie persönlichen Erfolg steigern

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Persönlichen Erfolg steigern: eine Frage der Einstellung, der Planung oder des Glücks?

Wahrscheinlich sind Ihnen viele persönliche Ratgeber bekannt. Die Bücher, Anleitungen und Skripte, die persönlichen Erfolg im Handumdrehen, besser gesagt im Umblättern versprechen. Vielen davon gehen in die Tiefe, andere wiederum bleiben an der Oberfläche und erzeugen wenig Wirkung.

Die Suche nach dem persönlichen Erfolg, dem Glück im Leben ist nicht neu. Die großen Philosophen aller Zeiten haben sich immer wieder damit beschäftigt. Seneca lässt uns wissen, dass man sich nicht damit zufriedengeben soll, einfach durch die Tage zu kommen. Das Leben in jedem Alter zu genießen, die Früchte der Vergangenheit zu bewahren und dankbar zu sein, ist seine Botschaft an uns. Aktueller denn je, obwohl vor mehr als 2000 Jahren verfasst.

Stoizismus: das Streben nach dem guten Leben

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Seneca war ein Anhänger der stoischen Lebensphilosophie. Stoisch zu sein, verbinden viele in heutiger Zeit mit „sich gehen lassen“, „alles hinnehmen“, „keine Gefühle und Regungen zeigen“, kurzum scheint es mehr ein Synonym für Emotionslosigkeit zu sein. Doch wenn man sich die Zeit nimmt ein wenig tiefer zu graben, die Wurzeln dieser Philosophie freizulegen, kann man eine Menge bedeutender Lebensweisheiten finden, die uns dieses uralte Gedankengut aus der Antike zum Geschenk macht. Gerade in dieser modernen Zeit von unschätzbarem Wert.
Schopenhauer spricht vom Stoizismus davon, dass er dem Menschen hilft, das Höchste zu erreichen, was es zu erreichen gilt. Und dies nur dadurch, indem er seinen Verstand benutzt. Geht man die Geschichte zurück, begegnen uns viele bekannte Persönlichkeiten, die sich der stoischen Philosophie verschrieben haben: Friedrich der Große, George Washington, Thomas Jefferson, Theodor Roosevelt, Ralph Waldo Emerson, Immanuel Kant waren bekennende Stoiker.
Ob Sportler, Hedgefonds-Manager, Künstler, Firmenchef: auch heutzutage hat der Stoizismus eine breite Anhängerschaft.


Was ist das Besondere am persönlichen Erfolg durch stoische Philosophie?

Sehr bekannte Persönlichkeiten sprechen davon, dass die stoische Lehre ihnen geholfen hat, die Stärke und Ausdauer zu gewinnen, um ihre Lebensaufgaben zu bewältigen. Ambros Bierce (amerikanischer Journalist und Bürgerkriegsveteran) fühlte sich als Stoiker als „würdiger Gast an der Tafel der Götter„. Eugene Delacroix (Maler) nannte den Stoizismus seine tröstende Religion.

In einer Zusammenfassung kann man sagen: Wenn alles verloren ist, am Stoizismus kann man sich festhalten. James Stockdale war Hauptmann der amerikanischen Luftwaffe und wurde 1965 über Vietnam abgeschossen. Fünf Jahre Kriegsgefangenschaft und Folter konnten seinen Willen nicht brechen. Seine Kraft gab ihm Epiktet (antiker griechischer Philosoph und Stoiker).
Die viele Berichte bekennender Stoiker führen zu dem Schluss, dass uns mit dem Stoizismus eine Lebensphilosophie in die Hand gegeben ist, die praktisch anwendbar, perfekt auf alle Zielsetzungen des Lebens passend gemacht werden kann.


Woher stammt der Stoizismus?

Seine Wurzeln liegen im Athen des alten Griechenlands. Dort bildete sich um Zenon von Kition rund um 300 vor Christus die erste Schule heraus. Abgeleitet von „Stoa“ (Vorhalle, Gebäude) geht die Philosophie davon aus, dass uns Menschen vier Kardinaltugenden auszeichnen: Selbstbeherrschung, Mut, Gerechtigkeit und Weisheit. Dies gilt es zu festigen und die Erkenntnis zu stärken, dass es nicht die Umstände selbst sind, die entscheidend für unser Glück oder Unglück sind, sondern unsere ganz persönliche Wahrnehmung dieser Umstände.

Epiktet lehrt uns, dass wir die Entscheidungsgewalt haben, wie wir Ereignisse, die von außen kommen einordnen. Wir brauchen dazu nur unseren Verstand zu nutzen, um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zwei Säulen sind es, auch denen die stoische Lehre ruht: Logik und Ethik.

Die Grundfragen, die mit der stoischen Lehre zu beantworten sind

Marc Aurel wandte sich dem Stoizismus zu, da er damit die wichtigsten Grundfragen des Lebens beantworten konnte:

  • Auf welche Art und Weise soll ich am besten leben?
  • Wie gehe ich damit um, wenn mich andere Menschen ärgern, wütend machen?
  • Was sind meine Verpflichtungen gegenüber der Menschheit?
  • Warum habe ich Angst vor dem Sterben?
  • Wann ist eine Situation für mich schwierig und wie gehe ich damit um?
  • Wie gehe ich damit um, dass ich mächtig und erfolgreich bin?
  • Wie gehe ich damit um, wenn ich mich ausgenutzt, arm und verfolgt fühle?

Die Entwicklung von realistischen und umsetzbaren Antworten auf diese Fragen, ermöglichen vier Schritte:

  • wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen
  • welche Handlungen wir setzen und welches Ziel wir damit verfolgen
  • der Wille, mit dem wir mit Umständen umgehen, die wir nicht ändern können
  • die Erlangung überzeugender Urteile, über den Platz, den wir in der Welt einnehmen (wollen)

Persönlichen Erfolg steigern mit stoischer Philosophie: Zusammenfassung – Fazit

Für die Stoiker steht die Wahrnehmung der Welt um Vordergrund. Sie wissen, dass die Umstände nicht einfach sind, sondern sie durch die individuelle und persönliche Wahrnehmung ihre Bedeutung bekommen. Deshalb gilt es, diese Wahrnehmungen zu beherrschen und dazu nutzen wir unseren Verstand. Verstand und Wille sind die Ingredienzien, damit wir den rechten Blickwinkel bekommen, damit wir lernen mit der Welt so umzugehen, wie es für uns am besten erscheint. So wird dem Leben die Unvorhersehbarkeit genommen.

Ein Tag ist wie alle Tage“, sagen die Stoiker, „er ändert sich nur mit Deiner Wahrnehmung und die kannst Du mit Deinem Verstand steuern“. Womit alles gesagt wäre.

 

Credits

Photo by Nghia Le on Unsplash
Photo by Robert Anasch on Unsplash

 

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