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Seitenbewertung durch Google

Google Update 2019: Wie Google Seiten bewertet, das Ranking und die Sichtbarkeit beeinflusst

Rund 500 bis 600-mal „bastelt“ Google am eigenen Suchalgorithmus herum. Es werden damit die organischen Suchergebnisse beeinflusst. Manchmal mehr, manchmal weniger.

Nachdem das Update im März 2019 ausgerollt wurden, hat sich ein einigen Bereichen mächtiges getan. Plötzlich verschwanden Seiten, die davor noch ganz vorne gereiht waren, in den Bereich „ferner liefen“ und andere wiederum rutschten nach vorn.

Wie sich das neue „March 2019 Core Update“ von Google auf Ihre Seiten auswirken kann und was Sie beeinflussen können, stellen wir in diesem Artikel vor.

Konkret geht es in diesem Artikel um:

Was ist unter organischen Suchergebnissen zu verstehen

Webseiten und deren Betreiber wollen in den Ergebnislisten eine möglichst gute Platzierung. Je weiter vorne (oben), umso besser. Dieses Ergebnis ist einerseits durch bezahlte Werbung zu beeinflussen, andererseits durch den Algorithmus der Suchmaschine: das organische Suchergebnis, für das nichts bezahlt werden muss.

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Verlierer und Gewinner des neuen Algorithmus

Schon seit einiger Zeit beschäftigt sich Google mit besonders sensiblen Keyword-Abfragen, bspw. aus dem Gesundheits– und Finanzbereich. Mit diesem Update gab es fast „Erdrutschergebnisse“ bei sensiblen Seiten. Traffic– und Umsatzeinbußen bis zu zwei Drittel sind keine Seltenheit. Man bedenke, da verliert ein Seitenbetreiber, ein Geschäftsmann tatsächlich Geld, weil Google seinen Algorithmus ändert. Betroffene Seiten sind hauptsächlich jene, die sich mit Gesundheit und Finanzen beschäftigen: YMYL ist die Bezeichnung von Google und steht für „Your Money, your Life„.

Was sind für Google Kriterien für die Bewertung einer Seite

Wenn Google sagt: da steht kein Expertenwissen dahinter, dann geht das Licht aus. Google lässt Seiten von „Ratern“ prüfen und hat dafür einen Leitfaden mit 164 Seiten aufgelegt. Punkt für Punkt ist darin erläutert, wie und was zu bewerten ist um die Qualität (PQ) zu ermitteln.

Doch Google setzt auch Wert auf die Signale von Usern:

  • Länge der Verweildauer auf der Seite (Time on Site)
  • Anzahl der Seiten, die pro Besuch aufgerufen werden
  • Höhe der durchschnittliche Absprungrate (Bounce)
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Kriterien von Google 2019: der Nutzer steht im Fokus

Google will die Seiten mit „den Augen des Users“ betrachten. Je besser und schneller ein Benutzer den Zweck (Purpose) der Seite versteht, desto höher die Bewertung. Google schenkt dabei Seiten, die Usern helfen, sie unterstützen, informieren und unterhalten besondere Aufmerksamkeit.

Dabei macht Google in der Bewertung keinen Unterschied. Ob hochwertige Enzyklopädie oder Unterhaltungsseite ist für die Reihung nicht relevant, solange ihr Zweck, Menschen zu helfen, erfüllt ist.

Seiten, die den offensichtlichen Zweck haben, die User zu täuschen, ihnen zu schaden oder nur da sind, um Geld zu verdienen, haben schon von Beginn an schlechte Karten.

YMYL-Seiten unterliegen den höchsten Bewertungs-Standards

4 Buchstaben denen Google künftig die volle Aufmerksamkeit schenkt: unter Your Money, your Life-Seiten, definiert Google Seiten, die das künftige Glück, die Gesundheit und / oder die finanzielle Stabilität der User beeinflussen. Google, weiß was für uns gut ist und will uns vor Schaden schützen. Welche Seiten können davon betroffen sein:

  • Shopping-Seiten: dazu braucht man nicht viel zu sagen, die kennen wir alle gut genug
  • Seiten für Finanztransaktionen: On-Line-Banking, Geldtransfer, Abrechnungen, etc.
  • Informationen über Finanzen: Seiten, die Beratung zu Investitionen, Steuern, Anlagen, Kapital, Renten, Immobilienerwerb, Versicherungen u.v.m. bereitstellen
  • Medizinische Information und Beratung: Gesundheits-Tipps, Medikamenten-Empfehlungen, psychologische Informationen, Ernährung, usw.
  • Seiten, die Rechtsinformationen zum Thema haben: Scheidung, Sorgerecht, Arbeitsrecht, …
  • Seiten, die öffentliche Informationen bereitstellen: Regierungsinformationen, Gesetzestexte, Politik, soziale Dienste, Wissenschaft, u.v.m.
  • Generell Seiten, die Glück und Erfolg von Menschen in irdendeiner Art und Weise negativ beeinflussen könnten
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Das Design, die Struktur der Webseite unter den strengen Augen der Google-Wächter

Der Struktur der Seite, wie effektiv die „Reise des Users„, seine Route durch das Angebot erscheint, desto besser die Bewertung. Google unterscheidet in der Bewertung:

  • Main-Content (MC): jener Teil der Seite, der dem User unmittelbar den Zweck der Seite vermittelt. In der Regel wird dies die „Homepage“ sein. Mit Texten, Bildern, Videos und Seitenfunktionen kann der User schnell entscheiden ober er auf der richtigen Seite ist, oder er das Angebot schnell wieder verlässt. Vom Main-Content abzweigend, sind die erforderlichen Unterseiten logisch angeordnet. Sehr vorteilhaft ist, wenn der Main-Content einen beschreibenden Titel aufweist, der die User schnell erkennen lässt, welchen Nutzen die Seite bietet.
  • Supplementary Content (SC), ergänzender Inhalt: ergänzen den Main-Content und verbessern die Nutzer-Erfahrung. Sie werden im besten Fall den Zweck der Seite unterstützen. Darunter können Navigationsleisten fallen, die auf andere Seiten (Pages) der Webseite verweisen. Seiten, die Bewertungen enthalten oder Artikel im weiteren Zusammenhang mit dem Main-Content fallen ebenfalls unter SC.
  • Werbeanzeigen (Ads): Google steht dazu, dass mit Werbung Geld verdient werden muss, schließlich kostet der Webauftritt Geld. Es ist daher noch kein Wertmaßstab ob Anzeigen auf der Seite sind oder nicht.
Wichtige Bewertungskriterien für Google sind zusätzlich:
  • wie leicht oder schwer ist die „Home-Page„, die Haupt- oder Startseite zu finden.
  • wie leicht oder schwer ist die Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen, wo findet der User Angaben zum Kundendienst.
  • Shop- oder Einkaufsseiten sind bevorzugt auf das Vorhandensein der Zahlungsmöglichkeiten und –bedingungen, der Umtausch– und Rückgaberichtlinien zu prüfen.
  • Behauptungen auf der Webseite über die Qualität des eigenen Angebotes („wir sind die beste Firma, haben das beste Angebot, etc.) liegt in den Bewertungskriterien ziemlich abgeschlagen auf den hinteren Rängen. Externe Bewertungen haben
    eine viel höhere Relevanz für die Qualität der Seite (Kundenbewertungen, Fachartikel, Behörden, …).

Die wichtigsten Faktoren für die Bewertung der Seitenqualität

Für eine Gesamtbewertung über die Seitenqualität hat Google ein Bündel von Faktoren geschnürt, die unterschiedlichen Bewertungskriterien unterzogen werden:

  • Zweck der Seite: sofort erkennbar, kann der durchschnittliche User schnell eine Zuordnung treffen.
  • Kompetenz, Autorität, Vertrauenswürdigkeit (E-A-T) erkennbar:
    • Gestaltung der Landingpage (Homepage) und deren Struktur
    • Informationen darüber, wer für den Main-Content zuständig ist
    • Aussagen über die Vertrauenswürdigkeit / Reputation aus externen Quellen vorhanden
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Die wichtigsten konkreten Eigenschaften von Webseiten

Was macht eine hohe oder niedrige Bewertung tatsächlich aus? Nachfolgende Eigenschaften sind zu beachten:

Seiten, die mit Anspruch an hohe Qualität

  • Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit sind hoch ausgeprägt.
  • Hohe Qualität des Main-Content mit beschreibendem, hilfreichem Titel.
  • Ausreichende Informationen, wer für den Main-Content verantwortlich ist. Bei Seiten mit Kaufmöglichkeit, Finanztransaktionen (YLYM-Seiten) ausreichend transparente Informationen zur Sicherheit und zum Kundenservice.
  • Gute externe Bewertung (Reputation) der Seite, des Main-Content, des Betreibers.

Seiten mit niedriger Qualität

Obwohl gute und ehrliche Angebote beinhaltet, einen wohltätigen Zweck verfolgt, ist sie niedrig zu bewerten:

  • Fachwissen, Autorität, Vertrauenswürdigkeit nicht ausreichend.
  • Niedrige Qualität des Main-Content, wenig Inhalt, verletzend, polarisierend, etc.
  • Werbeanzeigen und Promotion überlagern den Main-Content oder die zusätzlichen Inhalte, lenken den User ab.
  • Die Informationen über Betreiber und Ersteller der Seite sind unbefriedigend.
  • Bereits ein leichter negativer Ruf (Reputation), kann die Qualität der Seite herabstufen.

8 Richtlinien für technisch hervorragende SEO-Seiten

Während wir uns bisher um den Inhalt gekümmert haben, sollen nun abschließen die technischen (OnPage) Parameter in den Fokus gestellt werden, worauf ist zu achten:

  1. Der Titel der Seite wird zu einem der wichtigsten Faktoren. Jede Seite braucht einen unverwechselbaren Titel, das Keyword der Seite steht gleich am Beginn des Titels.
  2. In der Meta Description der Seite sind ebenfalls Keywords zu platzieren, insgesamt so, dass die Lesbarkeit des Textes nicht leidet. Die Keywords müssen natürlich in Relation zum Main-Content stehen.
  3. Meta Tags enthalten alle Keywords, die für die Seite und den Inhalt (Main-Content) interessant sind.
  4. Search engine friendly Struktur der URL: kürzere URL führen zu besseren Suchergebnissen, jedoch nicht als alleiniger Faktor. Von Vorteil ist es, wenn die URL das Fokus Keyword der Seite beinhaltet.
  5. Der Text ist mit Body Tags (H1, H2, H3) strukturiert. H1 ist für den Titel der Seite reserviert. Die anderen Tags, mit H2 beginnend, sind streng hierarchisch aufgebaut (H2 vor H3, H4). Wenn die Headlines reich an Keywords sind, verbessert dies signifikant, das Ergebnis der Suche.
  6. Keyword-Dichte: ausgesprochen wichtig sind relevante Keywords im Text (Content). Seiten mit Keywords, die inhaltlich nicht zur Seite passen, werden von Google schnell durch „Unsichtbarkeit“ abgestraft. Allerdings verbessert ein exzessiver Gebrauch das Suchergebnis und damit das Ranking nicht.
  7. Verwendung von Bildern, die weboptimiert sind (< 200 KB), der Dateiname kann ebenfalls ein relevantes Keyword enthalten, dann wird die Seite auch mit der „Google Bildersuche“ gefunden. Ebenso können Keywords in den Alt- und Name-Tags eingebaut werden. Die Seite mit Bildern ist für mobile Darstellung zu testen. Mittels CSS kann man Bilder auf den verschiedenen Endgeräten wechseln.
  8. Interner Linkaufbau: die Links verweisen auf die anderen Seiten des Web-Angebotes. Sie werden als besonders nutzerfreundlich bewertet, weil das Nutzererlebnis steigt. Außerdem ist damit die User-Journey zu steuern, das heißt sie steuern was und in welcher Reihenfolge der User das Angebot auf der Seite durchläuft.
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Zusammenfassung Ranking und Sichtbarkeit Google Update 2019

Mit diesem Update ist ein Erdrutsch passiert, sind sich die Webmaster einig. „Wir müssen Google „neu“ denken“, so der Tenor. Wie es scheint, folgt Google dennoch nur einem einfachen Prinzip: gebrauche Deinen Hausverstand!

Die Regeln sind klar: Seiten, die täuschen, bei denen man nicht sofort auf den Zweck schließen kann sind out. Seiten, die belegen, dass Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit die Grundlagen der Erstellung sind, sind voll dabei.

Seiten, die sich den Themen Gesundheit und Geld (YMYL) widmen, erhalten künftig erhöhte Aufmerksamkeit, bezüglich der drei obgenannten Parameter.

Der richtige Aufbau und die Struktur erhalten ebenfalls mehr Bedeutung.

Tools und Hilfen zur SEO-Optimierung von Seiten

Zu guter Letzt noch einige gute Seiten, die Tools und Hilfen zur SEO-Optimierung anbieten:

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