Die Kunst der richtigen Worte
Core Web Vitals – User Experience ist für das Webseiten-Ranking von Bedeutung

Ganz einfach ausgedrückt: ein negatives Seitenerlebnis wirkt sich direkt auf das Seitenranking bei den SERPS (Search Engine Result Pages / Suchergebnisseiten) aus. Mit den entsprechenden Suchmetriken, die ab Mai 2021 im Google Ranking-Algorithmus implementiert werden, wird die allgemeine Reaktionsfähigkeit und das Erlebnis der Seiten gemessen und eine Bewertung vorgenommen, die sich dann in der Position auf den Ergebnisseiten widerspiegelt. Die Folge: Der Kampf um den Spitzenplatz wird immer härter und intensiver. Wer nicht mithält fällt durch den Rost! Allen, die in den Suchergebnissen sichtbar bleiben möchten, ist anzuraten die Web Vitals in ihrer Struktur zu berücksichtigen.

Gerne können Sie mich kontaktieren, falls Sie mehr darüber wissen möchten. Schreiben Sie mir ein Mail oder nehmen Sie telefonischen Kontakt auf. Die Daten dazu finden Sie im Impressum.

Was macht ein gutes „Webseiten-Erlebnis“ aus?

Im Vordergrund der Google Strategie steht das Nutzererlebnis, die „User Experience„. Weil Google bei den Suchmaschinen eindeutig die Nase vorn hat (Marktanteil 90%), haben die Absichten des Konzerns Auswirkungen auf nahezu alle, die eine Webseite betreiben. Diese sollte möglichst weit vorne in den Ergebnissen aufscheinen, wenn man die entsprechenden Suchbegriffe eingibt. Dabei spielt die Platzierung eine zentrale Rolle. Schon die zweite SERP-Seite bedeutet faktische „Unsichtbarkeit“ um Netz.

Mit Core Web Vitals rückt Google die Nutzererfahrung in den Mittelpunkt der Strategie. Unter anderem werden Ladegeschwindigkeit, aufdringliche Pop-Ups und schlechte Lesbarkeit zur Seitenqualität gezählt und bewertet.

Vertrauensbildende Maßnahmen in die Marke zahlen sich aus!

Kunden, die dem Unternehmen, der Marke vertrauen, sind in aller Regel treue Kunden. Das war schon in Zeiten „before Internet“ auch nicht anders. Nun gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen, dass Kunden bei jenen Unternehmen kaufen, denen sie vertrauen können, und zwar um mehr als das Doppelte:

  • Anzahl der Erstkäufer (Buy first): von 25% auf 53% (+ 28 Punkte)
  • Anzahl der Wiederkäufer (Stay local): von 29% auf 62% (+ 33 Punkte)
  • Anzahl der Empfehlungen (Advocate): von 24% auf 51% (+27 Punkte)
  • Anzahl der absoluten Fans (Defend): von 22% auf 43% (+ 21 Punkte)

Quelle: SiteImprov (https://siteimprove.com/de-at/ )

Der Regelkreis der User-Erfahrung

User Experience basiert auf mehreren Faktoren:

  • Nützlichkeit: Wie weit erfüllt die Seite die Bedürfnisse der Zielgruppe.
  • Verwendbarkeit: Wie einfach und intuitiv ist sie zu bedienen.
  • Zuverlässigkeit: Ist die Seite immer verfügbar und kann man sich auf die Inhalte verlassen.
  • Funktionalität: Ist die Seite an die Bedürfnisse der Zielgruppen angepasst und darauf Bedürfnisse abgestimmt.
  • Vertrauenswürdigkeit: Halten Besucher das Angebot der Webseite für vertrauenswürdig und reell.

Was versteht Google unter einem ausgezeichneten Seitenerlebnis?

Google betrachtet, angeblich unabhängig von Marken und Produkten, die Seiten nach den Kriterien für Core Web Vitals:

  • Benutzerfreundlich
  • qualitativ hochwertig
  • relevante Inhalte

Das sind auch die ersten Ansatzpunkte, die Sie bei Ihrer SEO-Strategie beachten sollten. Ich kann Sie gerne dabei unterstützen und freue mich auf Ihren Kontakt.

Dabei priorisiert Google die Faktoren so:

  1. Core Web Vitals
  2. Mobile first
  3. sicheres Surfen
  4. HTTPS
  5. hoch relevanter Inhalt

Core Web Vitals – Checkliste für Ihre Webseite

Nach dieser ersten Einführung stellt sich die Frage, was nun zu tun sei, welche Maßnahmen zu treffen sind. Finden Sie hier eine erste Checkliste dazu (Sie können die Tabelle nach links oder rechts verschieben, um den gesamten Text zu lesen):

In untenstehender Tabelle sind Links angegeben. Hier die klickbare Zusammenfassung:

Tabelle zur Überprüfung der Webseiten

 

Tabelle zur Überprüfung der Webseite

Wie werden Core Web Vitals berechnet

Die Absicht von Google war und ist es, einen Satz von Kennzahlen zu entwickeln, mit deren Hilfe eine klare Aussage über die technische Qualität einer Webseite getroffen werden kann. Gemessen wird eine Reihe von benutzerzentrierten Metriken, mittels derer man das Benutzererlebnis bewerten kann: Ladezeit, Interaktivität, Stabilität beim Laden von Inhalten und einiges mehr.

Die Quelle für die Daten, ist der sogenannte Chrom User Experience Report. Er basiert auf der Auswertung tatsächlicher Besuche auf „lebenden“ Webseiten (keine Labordaten). Alle User, die in ihrem Browser die Synchronisierung ermöglichen und die Nutzungsstatistiken aktivieren, nehmen an dieser Erhebung teil. Ausgewertet werden die Daten so:

  • Page Speed Insights: Nutzererfahrung auf konkreten URL-Ebenen, die den WebCrawlern bekannt sind.
  • Projekt Google Big Query: Nutzererfahrung, aggregiert nach Herkunft, aufgeteilt auf mehrere Dimensionen.
  • CrUX Dashboard (Data Studio): Trends, um die Nutzererfahrung seit dem Ursprung zu dokumentieren.

Daten zur Berechnung des Nutzererlebnisses

  • First Paint (FP): Zeitpunkt an dem der Browser nach der Navigation das erste Mal „gerendert“ hat. Für Entwickler ein Schlüsselmoment beim Laden der Seite.
  • First Contentful Paint (FCP): Zeitpunkt zu dem der Browser das erste Mal einen Text, ein Bild zeigt. Zu diesem Zeitpunkt können User den Seiteninhalt „konsumieren“.
  • DomContentLoaded (DCL): Zeitpunkt, an dem das gesamte HTML-Dokument geladen ist, ohne ev. Stylesheets, Bilder, Subframes.
  • Onload: Nun ist alles geladen. Seiteninhalte und abhängige Ressourcen.
  • First Input Delay (FID): Ab wann kann der Benutzer das erste Mal mit der Seite interagieren. Je niedriger, desto besser.
  • Largest Contentful Paint (LCP): Eine benutzerorientierte Kennzahl, die die wahrgenommene Ladegeschwindigkeit repräsentiert. Ein schneller LCP gibt dem User Sicherheit, dass die Seite nützlich ist.
  • Cumulative Layout Shift (CLS): Benutzerorientiert. Wie stabil ist die Seite hinsichtlich visuellem Erleben. Ein hoher Wert weist auf unerwartete Layoutverschiebungen hin und ist schlecht für das User-Erlebnis.
  • Time to first Byte (TTFB): Wie reaktionsfähig ist der Webserver oder die verwendete Netzwerkressource. Wie lange dauert es, bis das erste Byte clientseitig empfangen wird, nachdem die Anfrage erfolgt ist.

Wie erhalten Sie Auskunft über den Stand Ihrer Core Web Vitals

Google stellt eine Seite zur Verfügung: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/, die ganz gute Ergebnisse liefert. Man kann schnell zwischen Mobil und Desktop wechseln und sieht auf einen Blick die wichtigsten Maßnahmen und Empfehlungen:

Core Web Vitals Auswertung

Core Web Vitals Auswertung mobile

Eine andere Seite, die auch sehr aufschlussreich ist, finden Sie hier: https://web.dev/measure/. Sie schlüsselt das Ergebnis in Performance, Accessibility, Best Practices und SEO auf. Als Übersicht sehr gut, zum Abarbeiten der Maßnahmen ist Page Speed Insights besser:

Core Web Vitals Auswertung WebDev

Es besteht auch die Möglichkeit die Dev-Tools in Chrom einzubinden, was eine direkte Auswertung ermöglicht. Allerdings sind dazu grundlegende Kenntnisse zum Seitenaufbau zu empfehlen: https://developers.google.com/web/tools/lighthouse#devtools.

Einen sehr guten Überblick erhalten Sie mit dem Core Webe Vitals – Check von Experte.de. Bis zu 500 Seiten sind bei einem Durchgang möglich. Für jede Seite erhält man die genauen Daten und kann ganz gezielt Maßnahmen treffen. Hier geht es zum Check: https://www.experte.de/web-vitals

Einen sehr guten Überblick erhalten Sie mit dem Web Core Vitals – Check von Experte.de. Bis zu 500 Seiten sind bei einem Durchgang möglich. Für jede Seite erhält man die genauen Daten und kann ganz gezielt Maßnahmen treffen. Hier geht es zum Check:

Empfehlungen zur Optimierung – dem Idealzustand nahekommen

Sehr vieles klingt kompliziert, bei genauer Betrachtung sind es möglicherweise einige einfache Schritte, die gute Wirkung erzeugen. Hier eine Auswahl davon:

  • Reduzieren Sie die Bilder nicht mit den Parametern „Height and Weight), sondern stellen -Sie sie bereits im richtigen Format bereit.
  • Bilder in neues Format umwandeln: WebP
  • LCP optimieren:
    • Langsame Serverantwortzeiten
      • nutzt der Server den neuesten Stand der Technik
      • wo ist der Standort des Servers
      • werden statische Inhalte (JS, CSS) mit richtigen Caching Angaben ausgeliefert
      • können HTML-Seiten gecacht werden
      • frühzeitiges Verbinden externer Skripts
    • Render Blockierung
      • JS (JavaScript) und CSS (Cascading Style Sheets) erst dann laden, wenn sie tatsächlich gebraucht werden (am Ende der Seiten einfügen, Parameter „defer“ und „async“ verwenden).
      • Dateigröße reduzieren (Minifying).
    • Langsame Ressourcen-Ladezeiten
      • ev. CDN-Server nutzen
    • Clientseitiges Rendern
      • JS werden nicht im Browser gerendert
  • FID optimieren
    • Laufzeiten von JS Tasks reduzieren (weniger als 500 Millisekunden)
    • Code Splitting einsetzen
    • unkritische Skripte durch „async“ oder „defer“ verschieben
  • CLS optimieren
    • Bilder, Angaben, iFrames immer mit Größenangaben versehen
    • Schrift mit Angabe von „swap“ und „font-display“ (CSS) einbauen um FOIT / FOUT zu vermeiden
    • JS vermeiden, die auf eine Antwort warten

Die Auswirkungen sind im Ranking nicht unmittelbar sichtbar. Google nutzt ein Zeitfenster von 28 Tagen.

Core Web Vitals – Nutzerfreundlichkeit: Fazit und Zusammenfassung

Es zeichnet sich schon lange ab und die Studien, die es bestätigen sind im Grunde genommen nur Beiwerk: User bevorzugen Seiten, die ein gutes „Erlebnis“ bieten, einen Nutzen und Sinn stiften, deren Inhalt man vertrauen kann. Das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite steht die Technik: Ladegeschwindigkeit, Mobile first, Voice Search und insgesamt Reaktionsfähigkeit, sowie visuelle Stabilität sind die Eckpfeiler einer nachhaltigen SEO-Strategie.

In seinen Erklärungen, weshalb es für dieses UpDate hoch an der Zeit sei, nennt Google den Grund, dass es allen Teilnehmern den Zugang zu geschäftlichem Erfolg ermöglicht. Schließlich ist die Interaktion mit der Webseite von Erfolg gekrönt, wenn sie für den Nutzer angenehm und nützlich war und er bei Bedarf wiederkommt, im günstigsten Fall Ihr Angebot weiterempfiehlt.

Wenn Sie weitere Fragen haben, dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Vielen Dank.

SEO-Optimierung mittels Open Graph Tags – Überblick
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Webinhalte auf sozialen Medien teilen: Mit Open Graph Tags SEO – optimierte Social Shares erhalten

Eine Webseite im Internet zu betreiben und Informationen bereitstellen, ist die eine Seite. Dafür zu sorgen, dass diese auch gefunden und von den Lesern als geschätzt wird, die andere. Lesen Sie in unserer Serie zur Suchmaschinenoptimierung, was sogenannte Open Graph Tags sind und wie diese zur Sichtbarkeit Ihrer Seite beitragen können.

Definition von Open Graph Tags

Wenn Sie Ihre Webseiten-Inhalte vor allem in soziale Netzwerke (Facebook, Twitter & Co.) verteilen, dann hängt die Klickattraktivität auch vom Aussehen der Suchergebnisseiten ab. Title und Description sind als sogenannte „Meta-Tags“ wohlbekannt. Nun ist es möglich, die Vorschau so zu gestalten, dass sie optimiert auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Das verbessert die Attraktivität und die CTR (Click-Trough-Rate). Das Tool dazu sind Open Graph Tags.

Als SEO-Texter wissen wir um diese Funktionen, die die Suchergebnisse verbessern, sehr gut Bescheid und analysieren die Inhalte Ihrer Webseiten dahingehend. Schreiben Sie ein Mail, wenn Sie dazu Fragen haben: info(.)ehrl.com.

Facebook hat bereits 2010 das Open Graph Protocol eingeführt, der bis dahin gültige „Facebook Connect-Standard“, mit dem Facebook Profile verifiziert wurden, ist damit lange schon Geschichte.

Mit dem Open Graph Standard ist dafür gesorgt, dass die Inhalte, die beim Teilen in soziale Netzwerke transportiert werden, auch optimal und ansprechend dargestellt werden. Die Besucher, die Ihre Seite teilen, haben darauf kaum Einfluss. Es wird das Bild, die Beschreibung und der Name der Seite optimiert. Dabei gilt der Grundsatz: Je sympathischer die Vorschau, desto höher die Chance viele Klicks zu erhalten.

Allgemeine Funktionen und Wirkung der Open Graph Tags

Grundsätzlich kommen die OG-Tags in den Header-Bereich Ihrer Webseite. Damit ist sichergestellt, dass der Inhalt optimiert verteilt wird, unabhängig ob Desktop-Variante oder mobil, ob aus dem Büro oder von unterwegs.

Der Crawler von Facebook verwendet Open Graph Tags, wenn er sie auf der Seite findet, andernfalls verwendet er interne Heuristiken, um Titel, Beschreibung und Vorschaubild darzustellen. Nachteil: Sie verlieren die Kontrolle über die Präsentation Ihrer Inhalte in den sozialen Medien. OG-Tags gewährleisten somit die höchstmögliche Qualität Ihrer geteilten Inhalte in den sozialen Netzwerken.

Die wichtigsten OG-Tags und die Schreibweise dazu

Die angeführten Meta-Tags sind für alle Inhaltsarten zu verwenden. Die allgemeine Schreibweise im Head-Bereich ist (Beispiel):

Tabelle Open-Graph-Tags

Wie kann man die richtige Verwendung der Open-Graph-Tags testen

Es gibt mehrere Werkzeuge zum Testen der Darstellung und zur Fehleranalyse. Abhängig vom sozialen Netzwerk sind diese:

Im Wesentlichen arbeiten sie alle auf derselben Basis. Sie holen sich die Tags von Ihrer Seite und stellen sie so dar, wie sie nach dem Teilen aussieht. Damit können Sie Aussehen und Funktion überprüfen.

Zusammenfassung / Fazit für die Verwendung von Open Graph Tags

Die Gründe für die Verwendung von Open Graph Tags sind vielfältig:

  • Inhalte in den Social Media Feeds auffälliger zu gestalten.
  • Die Betrachter wissen auf den ersten Blick, um was es geht.
  • Die internen Routinen (Crawler) von Facebook / Twitter können den Inhalt zielgenau analysieren und damit die Sichtbarkeit erhöhen.

Das Open Graph Protocol unterstützt User Ihrer Seite, die Inhalte in den eigenen sozialen Kanälen zu teilen. Das wirkt sich klarerweise auf Sichtbarkeit und Klickrate, also insgesamt auf den Erfolg Ihrer Webpräsenz aus.

Als Werbe- und SEO-Texter sind wir Ihr Ansprechpartner für optimierte Texte und deren Darstellung auf Webseiten und den sozialen Medien – jetzt anfragen: info(.)ehrl.com.

Quellen:

Open Graph Tags – praktische Tipps für Deine Website. ryte.com. 2019 Online im Internet: URL: https://de.ryte.com/magazine/open-graph-tags, Zugegriffen am: 14 März 2021.

Der komplette Guide: So funktioniert euer Facebook Page Publisher. allfacebook.de. 2020 Online im Internet: URL: https://allfacebook.de/features/publisher-guide, Zugegriffen am: 14 März 2021.

Open Graph: Tags und Funktion erklärt. IONOS Digitalguide. Online im Internet: URL: https://www.ionos.de/digitalguide/online-marketing/social-media/open-graph/, Zugegriffen am: 14 März 2021.

The Open Graph protocol. Online im Internet: URL: https://ogp.me/#types, Zugegriffen am: 14 März 2021.

Webmaster – Teilen – Dokumentation. Facebook for Developers. Online im Internet: URL: https://developers.facebook.com/docs/sharing/webmasters/, Zugegriffen am: 14 März 2021.

Pecánek, Michal : Open Graph Meta Tags: Everything You Need to Know. SEO Blog by Ahrefs. 2020 Online im Internet: URL: https://ahrefs.com/blog/open-graph-meta-tags/, Zugegriffen am: 14 März 2021.

Credits

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Ein absolut normaler Morgen
Startseite » Archive für franz@ehrl.com
von Frank Xavier

Fast wie jeden Tag werde ich durch leises Knurren unseres Hundes geweckt. Der sitzt vor meinem Bett und erinnert mich daran, es sei Zeit.
Seine, oder besser gesagt ihre Zeit, sich um die morgendliche Toilette zu kümmern. Ihre wohlgemerkt. Schlaftrunken in Hose, Socken. Die Stiege runter rollend, begleitet von Gebell und Geknurr, das irgendwie an „Oada, zah an, gemma …“ erinnert, rein in die Jacke und Stiefel, Leine angelegt.
Also dem Hund. Raus aus dem Haus.

Stockfinster um halb sechs und huschi kalt. Aber gesund, so ein Morgenspaziergang. Ja, eh. Für die anderen.
Alle Nachbarshunde freudebellend begrüßend, vorbei an Fenstern, hinter denen nun die Lichter angehen. Es scheint mir als würden sich dahinter Silhouetten mit erhobenen Fäusten bewegen. Die wissen wohl nicht, was ich weiß: Morgenstund hat Gold im Mund. Das muss auch mal gesagt sein.

So bewegen wir uns durch die dunkle Nacht. Ein weißer Knäuel auf vier Beinen an einer 8 Meter Leine, dahinter im gestreckten Galopp ein Zweibeiner (ich), hechelnd und japsend (ich), sich an die Leine klammernd (ich), hin- und hergerissen von diesem Kraft- und Energiebündel (sie). Ein Bild, das man fast alle Tage um diese Zeit sieht (und hört), wenn man in meiner Straße wohnt. (Für die kritischen LeserInnen: In dem Fall kann man das Bild auch hören, obwohl das ein faktischer Blödsinn ist).

Nach 20 Minuten zurück an den heimatlichen E-Herd, die Kleine lässt sich noch kurz abrubbeln, schlabbert Wasser, genießt vorbereitetes Cäsaren-Frühstück, gähnt zweimal, lässt sich auf den Teppich majestätisch nieder, knurrt ein aufforderndes „ich will jetzt meine Ruhe haben“ und versinkt stante pede in Tiefschlaf aus dem sie nur ein „magst ein Wursterl und Butterbroti haben“ ohne Umweg aus dem Koma holt.

Mittlerweile setze ich mich an den schön gedeckten Frühstückstisch. Die beste Ehefrau von allen hat inzwischen ganze Arbeit geleistet. Sehr schön. Aber dennoch etwas ist anders heute. Und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen, bzw. wie eine Maske von den Ohren: Sie trägt keine. Keine Maske. Sie trägt keine Maske!

Ich kann mich gar nicht mehr an die Zeit erinnern, zu der ich sie ohne das Gesichtstuch (nicht zu verwechseln mit Gesichtsbuch – Facebook), gesehen habe. Vollkommen irre. Ich greife mir ins Gesicht und fühle …. dort wo üblicherweise die Öffnung für den Strohhalm zum Kaffee trinken war, klafft jetzt ein Riesenloch, das man früher mal Mund nannte. Panik ergreift mich und ich sage: „Frau“, sage ich, „Frau, wo ist Deine Maske?“, und ernte „meine was, bitte schön?“
„Deine Maske, Dein Gesichtstücherl, das Mundbedeckt halten und Virus selbst fressen-i-schau-auf-mi- Fetzerl, wo ist das?“

„Nochmal: Hast Du was getrunken, seit wann soll ich eine Maske tragen und welchen Virus soll ich selbst fressen? Kannst Du mich nicht mehr ansehen in der Früh? Soll ich vielleicht in den Keller gehen, damit ich den gnä Herrn von der Anwesenheit meines unbedeckten Gesichts entbinde. Hast Du einen Koran zum Frühstück gehabt oder bist Du mit einem Clown Gassi gegangen?“.

Eine Frau, eine Wortin. „Aber wir müssen doch wegen dem Corona Dings da Masken tragen und dürfen sonst keinen körperlichen Kontakt haben. Das ist ein schweres Verbrechen, was Du da machst, wenn das die CMABNMANS (Corona-MissAchtungsBehörde-nach-Modell-ANSchober) rauskriegt, sind wir geliefert. Dann geht es ab mit uns auf die Insel.“

„Corona, Insel? – du bist frank ein bisserl deppert geworden. Von was faselst Du da?“

„Sag spinn ich. Ich rede vom Virus, von der Pandemie, von schwerer Krankheit und Lockdown. Hast Du geschlafen, die letzten zwei Jahre oder beutelt Dich der Alzheimer?“

Ungläubiges Staunen hinweg über Salzstangerl, die sonderbarerweise nicht in Plastik eingeschweißt sind. Schon wieder ein Verbrechen. Ein Blick, wie Gilbert Becaud. 100.000 Volt.
„Dich wird gleich was anderes beuteln. Virus, Pandemie, Lockdown? Also jetzt kann ich ihn wirklich klar und deutlich sehen.“

„Wen kannst du sehen …?“ „Den Riesenvogel, der in Deinem Hirn Karussell fährt, wie ein besoffener und bekiffter Hutschenschleuderer im Wiener Prater. Welche Tabletten hast Du heute genommen?“

„Aber Liebling,“ sage ich „soll ich Dich zum Arzt fahren?“ Da fällt mir ein, das geht nicht. Unser Auto wurde ja für mögliche Krankentransporte konfisziert, eingezogen. Mit dem fährt jetzt der Burgermaster, weil der hat seinen Wagen abgeben müssen, um den Impfstoff zu transportieren, der tonnenweisen jede Woche angeliefert wird.

Wir sind ja vor kurzem zur PMI (periodische Massen-Impfung) eingeschwenkt. So wie die USA. Der Präsident Trump hat uns das ja vorgemacht. Jetzt nachdem dieser alte Biden das entscheidende Golfspiel verloren hat und er mit Schimpf und Schande von der M.L. aus dem Oral Office gejagt wurde, hat der Trump, er ist gladiorativ in das weiße ALoch (neuer Name für das Weiße Haus abgeleitet von „ … „ ) eingezogen, mit der WHO einen Deal ausgehandelt.
Er kauft, die Welt zahlt. Kurz (hat nichts mit unserem Sebastian zu tun), kurz darauf hat er die Erb-Demokratie ausgerufen und den Papst als seinen legitimen Sohn anerkannt. Jetzt erst hat er die volle Zustimmung als Weltretter gefunden. Selbst dieser Elchjäger aus Sibirien hat, nach einem Put-In auf dem Highway Nummer Zwa ins falsche Schlagloch, seinen Führungsanspruch abgetreten.

„Du meinst das ernst, oder was. Gut fahren wir zum Arzt, aber Du erklärst ihm, weshalb wir da sind, ausgemacht?“

„Wir können nicht fahren, wir haben kein Auto. Das habe ich schon versucht zu erklären. Es wurde konfisziert …“

„Das Einzige was konfisziert wurde, ist Dein Gehirn. Schau beim Fenster raus. Was kannst Du da sehen?“

„Nein“

„Schau raus oder ich trage Dich vor das Haus. Sofort!“ Mein trauriger Blick wendet sich von ihr ab, ich lege mir die Serviette auf den Mund, schlürfe zum Fenster (richtig schlürfe, weil ich dabei den Kaffee aus der Serviette zutzle, die ich gut eingeweicht habe) und sehe, wie ich hinausblicke, wie zu erwarten ein Auto. Ein Auto? Das kann nicht sein!

„Haben die das wieder zurückgebracht?“, frage ich. „Das ist ein schlechtes Zeichen. Jetzt sind sie uns auf der Spur. Wir müssen fliehen. Sofort. Nimm Deine 17 Sachen, wir müssen weg … sofort!“

„Liebling, was ist los mit Dir, mir scheint Du bist wirklich krank. Und das an Deinem Geburtstag. Komm zurück, Du machst mir Angst.“

„Nein, Du brauchst keine Angst haben, ich habe alles im Griff. Aber mir macht das keinen Spaß, wenn Du plötzlich in das Lager der Corona-Leugner wechselst und Dich nicht mehr erinnern kannst. Das ist brandgefährlich, die kennen keinen Pardon.“

„Also fahren wir jetzt zum Arzt, oder was?“

„Nein, ohne Auto geht das nicht. Das was da draußen steht ist nur vorgegaukelt, damit wollen sie uns aufs Eis locken, dass wir einen Fehler machen, dann haben sie uns…“

„Hallo, hallo …“ Ich werde unsanft an der Schulter gerüttelt. „Hallo Franz, wach auf …“ Ein Klaps ins Gesicht „Wach auf, ich glaube du träumst schlecht …“

Langsam öffne ich die Augen. Meine Ehefrau – die beste von allen – sitzt neben mir am Bett und blickt mich sorgenvoll an. „Du hast geschrien im Schlaf und mit dem Polster um Dich geworfen. Hast Du schlecht geträumt?“

Schlaftrunken sehe ich sie an. Sie trägt keine Maske und ich empfinde es ganz normal und wohltuend, wenn sie mich umarmt. Dann erinnere ich mich. Ich hatte einen total blöden Traum. Davon, dass ein Bier aus Mexiko die ganze Welt in Atem gehalten hat, von Masken und Ausgangssperren, von überfüllten Krankenhäusern und einer Corona Geheimpolizei (im Sinne einer Behörde, die das Heimgehen überwachen sollte). Und dann geht vor dem Fenster die Sonne auf und ich weiß, dass ich heute mein schönstes Geburtstagsgeschenk bekommen habe: Es war alles nur ein Traum und ich bin, wie alle Tage, in der schönsten aller Welten, an der Seite der besten Ehefrau von allen, aufgewacht. Alles war nur ein böser Traum. Danke.

Und wieder eine Geschichte, die man sich an den Lagerfeuern dieser Welt erzählen wird: So geht Storytelling heute!

 
 
 
 
 
Mit stoischer Philosophie persönlichen Erfolg steigern

Persönlichen Erfolg steigern: eine Frage der Einstellung, der Planung oder des Glücks?

Wahrscheinlich sind Ihnen viele persönliche Ratgeber bekannt. Die Bücher, Anleitungen und Skripte, die persönlichen Erfolg im Handumdrehen, besser gesagt im Umblättern versprechen. Vielen davon gehen in die Tiefe, andere wiederum bleiben an der Oberfläche und erzeugen wenig Wirkung.

Die Suche nach dem persönlichen Erfolg, dem Glück im Leben ist nicht neu. Die großen Philosophen aller Zeiten haben sich immer wieder damit beschäftigt. Seneca lässt uns wissen, dass man sich nicht damit zufriedengeben soll, einfach durch die Tage zu kommen. Das Leben in jedem Alter zu genießen, die Früchte der Vergangenheit zu bewahren und dankbar zu sein, ist seine Botschaft an uns. Aktueller denn je, obwohl vor mehr als 2000 Jahren verfasst.

Stoizismus: das Streben nach dem guten Leben

Seneca-was-das Gesetz-nicht-verbietet

Seneca war ein Anhänger der stoischen Lebensphilosophie. Stoisch zu sein, verbinden viele in heutiger Zeit mit „sich gehen lassen“, „alles hinnehmen“, „keine Gefühle und Regungen zeigen“, kurzum scheint es mehr ein Synonym für Emotionslosigkeit zu sein. Doch wenn man sich die Zeit nimmt ein wenig tiefer zu graben, die Wurzeln dieser Philosophie freizulegen, kann man eine Menge bedeutender Lebensweisheiten finden, die uns dieses uralte Gedankengut aus der Antike zum Geschenk macht. Gerade in dieser modernen Zeit von unschätzbarem Wert.
Schopenhauer spricht vom Stoizismus davon, dass er dem Menschen hilft, das Höchste zu erreichen, was es zu erreichen gilt. Und dies nur dadurch, indem er seinen Verstand benutzt. Geht man die Geschichte zurück, begegnen uns viele bekannte Persönlichkeiten, die sich der stoischen Philosophie verschrieben haben: Friedrich der Große, George Washington, Thomas Jefferson, Theodor Roosevelt, Ralph Waldo Emerson, Immanuel Kant waren bekennende Stoiker.
Ob Sportler, Hedgefonds-Manager, Künstler, Firmenchef: auch heutzutage hat der Stoizismus eine breite Anhängerschaft.

Was ist das Besondere am persönlichen Erfolg durch stoische Philosophie?

Sehr bekannte Persönlichkeiten sprechen davon, dass die stoische Lehre ihnen geholfen hat, die Stärke und Ausdauer zu gewinnen, um ihre Lebensaufgaben zu bewältigen. Ambros Bierce (amerikanischer Journalist und Bürgerkriegsveteran) fühlte sich als Stoiker als „würdiger Gast an der Tafel der Götter„. Eugene Delacroix (Maler) nannte den Stoizismus seine tröstende Religion.

In einer Zusammenfassung kann man sagen: Wenn alles verloren ist, am Stoizismus kann man sich festhalten. James Stockdale war Hauptmann der amerikanischen Luftwaffe und wurde 1965 über Vietnam abgeschossen. Fünf Jahre Kriegsgefangenschaft und Folter konnten seinen Willen nicht brechen. Seine Kraft gab ihm Epiktet (antiker griechischer Philosoph und Stoiker).
Die viele Berichte bekennender Stoiker führen zu dem Schluss, dass uns mit dem Stoizismus eine Lebensphilosophie in die Hand gegeben ist, die praktisch anwendbar, perfekt auf alle Zielsetzungen des Lebens passend gemacht werden kann.

Woher stammt der Stoizismus?

Seine Wurzeln liegen im Athen des alten Griechenlands. Dort bildete sich um Zenon von Kition rund um 300 vor Christus die erste Schule heraus. Abgeleitet von „Stoa“ (Vorhalle, Gebäude) geht die Philosophie davon aus, dass uns Menschen vier Kardinaltugenden auszeichnen: Selbstbeherrschung, Mut, Gerechtigkeit und Weisheit. Dies gilt es zu festigen und die Erkenntnis zu stärken, dass es nicht die Umstände selbst sind, die entscheidend für unser Glück oder Unglück sind, sondern unsere ganz persönliche Wahrnehmung dieser Umstände.

Epiktet lehrt uns, dass wir die Entscheidungsgewalt haben, wie wir Ereignisse, die von außen kommen einordnen. Wir brauchen dazu nur unseren Verstand zu nutzen, um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zwei Säulen sind es, auch denen die stoische Lehre ruht: Logik und Ethik.

Die Grundfragen, die mit der stoischen Lehre zu beantworten sind

Marc Aurel wandte sich dem Stoizismus zu, da er damit die wichtigsten Grundfragen des Lebens beantworten konnte:

  • Auf welche Art und Weise soll ich am besten leben?
  • Wie gehe ich damit um, wenn mich andere Menschen ärgern, wütend machen?
  • Was sind meine Verpflichtungen gegenüber der Menschheit?
  • Warum habe ich Angst vor dem Sterben?
  • Wann ist eine Situation für mich schwierig und wie gehe ich damit um?
  • Wie gehe ich damit um, dass ich mächtig und erfolgreich bin?
  • Wie gehe ich damit um, wenn ich mich ausgenutzt, arm und verfolgt fühle?

Die Entwicklung von realistischen und umsetzbaren Antworten auf diese Fragen, ermöglichen vier Schritte:

  • wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen
  • welche Handlungen wir setzen und welches Ziel wir damit verfolgen
  • der Wille, mit dem wir mit Umständen umgehen, die wir nicht ändern können
  • die Erlangung überzeugender Urteile, über den Platz, den wir in der Welt einnehmen (wollen)

Persönlichen Erfolg steigern mit stoischer Philosophie: Zusammenfassung – Fazit

Für die Stoiker steht die Wahrnehmung der Welt um Vordergrund. Sie wissen, dass die Umstände nicht einfach sind, sondern sie durch die individuelle und persönliche Wahrnehmung ihre Bedeutung bekommen. Deshalb gilt es, diese Wahrnehmungen zu beherrschen und dazu nutzen wir unseren Verstand. Verstand und Wille sind die Ingredienzien, damit wir den rechten Blickwinkel bekommen, damit wir lernen mit der Welt so umzugehen, wie es für uns am besten erscheint. So wird dem Leben die Unvorhersehbarkeit genommen.

Ein Tag ist wie alle Tage“, sagen die Stoiker, „er ändert sich nur mit Deiner Wahrnehmung und die kannst Du mit Deinem Verstand steuern“. Womit alles gesagt wäre.

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Persönlichkeit entwickeln – mit vereinten Kräften
Persönlichkeit entwickeln - wie ein Fels in der Brandung, die in dem Bild zu sehen ist.

Persönlichkeit entwickeln unter dem Schlagwort Viribus Unitis

Persönlichkeit entwickeln – ein Leitfaden für ein zufriedenes Leben mir der Körper-Geist-Seele-Formel

Mit vereinten Kräften, war nicht nur der Wahlspruch von Kaiser Franz Joseph. Es ist auch der Name eines Schlachtschiffes der einst so stolzen Marine, als Österreich noch am Meer lag. Warum haben wir dieses Synonym für Persönlichkeit entwickeln gewählt? Mit vereinten Kräften bedeutet, jene Kräfte, die in jedem von uns wohnen, zu aktivieren. Ihre Macht und Wirkung zu bündeln und auf ein Ziel auszurichten:

Das persönliche Glück und die Zufriedenheit, ein sinnerfülltes Leben, auf das jeder von uns stolz sein kann.

Viribus Unitis steht für die universelle Körper-Geist-Seele Formel, die alle, die es ernst damit meinen, auf diesem Weg begleitet. Denn, ist es nicht so, dass wir uns insgeheim wünschen im Leben leichter voranzukommen. Beruflich wie privat? Und ist es nicht so, dass wir uns manchmal wünschen, es möge uns einiges leichter fallen, dass auch uns das in den Schoß fällt, was anderen anscheinend so einfach zufliegt?

Es ist so. Glücklich und zufrieden zu sein, ist das Grundrecht jedes Menschen. Du musst es Dir nur nehmen. Es fliegt Dir auch zu, wenn Du bereit bist, einfach von diesem Recht Gebrauch zu machen – Du musst nur einige Dinge beachten und vielleicht manches ein wenig ändern, justieren könnte man auch sagen. Das Ganze nennt sich dann Persönlichkeit entwickeln mit vereinten Kräften.

Das habe ich in diesem Artikel für Dich vorbereitet

Ist Glück Zufall, oder kann man es bewusst steuern?

Persönlichkeit entwickeln - wo geht der Weg hin. Steine, die auf einem Weg liegen

Möglicherweise hast Du das Bild eines Menschen vor Augen, der Dir Deine Hochachtung abringt. Der es geschafft hat. Vom Tellerwäscher zum Millionär. Wir kennen diese Geschichten alle. Aber mal ganz ehrlich?

Wie viele Millionäre laufen da draußen wirklich herum? Wie viele haben es denn wirklich geschafft? Weniger als ein Prozent, behaupte ich ganz einfach. Den Gegenbeweis magst Du gerne antreten.

Es gibt viele Geschichten, die uns von modernen „Tellerwäschern“ erzählen, Legenden, wie die vom Bill und seiner Garage, sind das, was sie sind: Geschichten. Erst wenn man ein kleines Eck, des Vorhangs lüften könnte, der verständlicherweise vor die Wahrheit geschoben wurde, stellt man fest, dass es nicht Zufall oder Glück gewesen ist, sondern eine klare Folge der Umstände.

Das bedeutet nicht, dass alle, die die gleichen förderlichen Verhältnisse vorgefunden hätten, ebenfalls das erfolgreichste Betriebssystem der Welt gebaut hätten. Bill hat die Chance gesehen und ergriffen. Viele andere wären daran vorbeigegangen. Weil ihnen der Glaube an sich selbst fehlt, weil sie diesen Weitblick nicht haben, weil sie Angst lähmt. Die Kernfrage, die sich stellt, ist: „Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?„.

An den Beginn

Persönlichkeit entwickeln: Träume nicht Dein Leben – lebe Deinen Traum

Zugegeben, dieser Satz ist nicht wirklich neu. Vielleicht ist es gar nicht so einfach, Deinen Traum zu leben, vielleicht musst Du Dich anstrengen, um ihn zur Realität zu machen. Vielleicht musst Du es einfach nur tun: mit vereinten Kräften. Mit allem, was Dir mitgegeben wurde. Deinen Talenten, Deinen Fähigkeiten, Deinem Glauben an Dich selbst und Deine unendlichen Möglichkeiten: Tu es einfach.

Laufen, laufen, laufen – nur einer kann gewinnen

Das sogenannte Rift-Valley in Kenia ist eine archaische, unwirtliche Gegend. Es ist ein Graben mit einer Tiefe von rund einem Kilometer, der dort die Landschaft spaltet.

Persönlichkeit entwickeln - Bild vom Rift Valley als Synonym für Erfolg

Rotbraune Erde, krautige Vegetation, Steine und Geröll prägen das Landschaftsbild über viele Kilometer. Vulkankrater und -Kegel, vor Jahrmillionen entstanden, sind der Rahmen für dieses fast unwirkliche Gemälde.

Die Menschen – Ureinwohner – sind Massai. Schlank, groß gewachsen, stolz. Mit Gesichtern, die wirken als seien sie aus dem harten Lavagestein gemeißelt, über das sie tagtäglich viele Kilometer laufen. Noch Kinder laufen sie in die Schule, oft mehr als 10 Kilometer eine Strecke. Als Erwachsene laufen sie von einem Dorf zum anderen, vom Lagerfeuer im eigenen Kral in die Stadt, wo sie ihre wenigen Waren zum Verkauf anbieten, und damit einen Teil des Lebens finanzieren. Ihr Leben ist das Laufen und sie sagen selbst: „Wer nicht läuft, der kommt nicht weiter!“ Es mutet unwirklich an, dass sich hier, nach aktuellem Wissenschaftsstand, die „Wiege der Menschheit“ befindet.

An einem Tag im Jahr hat sich bedeutsamer Besuch angesagt. In mächtigen und modernen Karossen ist die Kommission angereist. „Talente-Scouts„, die auf der Suche nach den besten Läufern sind, um aus ihnen „Millionäre“ zu machen. Über Jahre hinweg bereiten sich die Burschen des Dorfes auf diesen Tag vor. Jeden Tag laufen sie die steilen Hänge über Stock und Stein, auf der einen Seite hinauf, und auf der anderen wieder hinunter. Mehrmals. Jeden Tag. Wie schon gesagt, über Monate und Jahre hinweg. Nur für diesen einen Tag. Denn es ist der Tag, an dem einer von ihnen das „große Los“ ziehen kann. Es ist der Tag, an dem der Marathon-Champion der nächsten Jahre ausgewählt wird.

Alle wissen: es wird nur einer aus ihrer Mitte schaffen. Sie wissen aber auch, dass dieser eine, das Dorf in Zukunft unterstützen wird. Denn Massai ist man auch, wenn man den Marathon in New York läuft. Massai ist und bleibt man ein Leben lang. Darum trainieren jeden Tag mehrere hundert Männer in den kargen Steppen, zwischen stacheligen Dornenbüschen auf Geröll und Gestein den Dauerlauf, um einen von ihnen nach New York – oder sonst wo – zu bringen. Und falls es dieses Jahr nicht funktioniert, dann im nächsten Jahr ganz sicher. Warum erzählen wir diese Geschichte? Weil in dieser Geschichte alles enthalten ist, was Glück und Erfolg ausmacht. Wir werden uns in diesem Ratgeber noch einige Male damit beschäftigen. Für nun aber gilt folgender Grundsatz:

Fleiß schlägt Talent: Auch das ist Persönlichkeit entwickeln

An den Beginn

Persönlichkeit entwickeln durch Lernen: Ein Bild, das Musik, Klavier enthält.

Natürlich hast Du Dir jedes Glück dieser Erde verdient. Natürlich kannst nur Du es sein, der es sich nimmt. Aber glaube nicht, es sei ein Spaziergang. Es wird ein „Knochenjob“ sein, beinharte Arbeit. Und dieses Bewusstsein sorgt auch dafür, dass jeder Anfang so schwer zu sein scheint. Klar, das ist abgedroschen. Jeder Anfang ist schwer. Darum fangen viele gar nicht an. Damit haben sich die potenziellen „Millionärs-Anwärter“ schon mal um rund 80 Prozent reduziert. Der Rest? Mal sehen, wie es damit weitergeht.

Es gibt eine Untersuchung, die gemacht wurde, um festzustellen, wie oft jemand eine Handlung wiederholen muss, damit sie perfekt sitzt und sozusagen „im Schlaf“ gemacht werden kann. Wenn Du heute beim Tisch sitzt und ohne Schwierigkeiten Deine Suppe auslöffelst – die Du Dir selbst eingebrockt hast, oder jemand anderer – dann hast Du sicher darauf vergessen, wie schwierig es gewesen ist, diese Handgriffe zu erlernen. Deine Hände so zu koordinieren, dass möglichst viel von der Suppe in Deinem Mund, der in dem Fall synchron zur Bewegung Deiner Hand in Suppenaufnahmestellung zu bringen war, landete und nur ein geringer Anteil auf dem Latz vor Deiner Brust. Nun zugegeben, manche haben heute noch Schwierigkeiten damit, aber das ist eine andere Sache. Daran kannst Du Dich nicht mehr erinnern, oder?

An den Beginn

Lernen ist wiederholen, wiederholen, wiederholen …

Es hat rund 4 Jahre gedauert. Und in diesen vier Jahren hast Du ungefähr 10.000-mal den Löffel mit Suppe mehr oder weniger erfolgreich von der Schüssel zu Deinem Mund geführt.

In Worten: Zehntausend! Aber nun kannst Du es perfekt, und selbst nach 10, nach 20, nach 30 Jahren und mehr brauchst Du diesen Handgriff nicht mehr neu zu erlernen. Es geht ganz automatisch. Kaum steht die dampfende Schüssel mit herrlicher Suppe vor Dir, greifst Du zum Löffel und schon geht es los. Das ist Lernen. Und genau um das geht es auch in diesem Ratgeber und mit dem Thema „Persönlichkeit entwickeln„.

Du kannst es erlernen, glücklich zu sein. Du kannst es erlernen, Erfolg zu haben. Du kannst es erlernen, eine tolle Beziehung zu leben. Alles was Du Dir in Deinem Leben wünscht, kannst Du erlernen. Um also etwas zu erlernen, ist es nötig, es immer wieder zu üben, zu üben, zu üben. Angenommen, Du würdest gerne ein kurzes Musikstück auf dem Klavier zum Besten geben wollen, bist jedoch was Klavierspielen, betrifft, eher ein Neuling.

Dann würden Dir Wissenschaftler – das sind die, die alles beweisen wollen – sagen, dass Du das Stück ungefähr 6000-mal geübt haben musst, damit es Deine zuhörenden Freunde erkennen und Dir im Anschluss mit einem langen Applaus, ihr Feedback geben, um Dir zu dieser Leistung zu gratulieren. Weil Dir der Applaus so gefällt, bist Du motiviert Dein Stück einem größeren Publikum vorzuspielen. In dem Fall brauchst du nochmals 4000 Übungseinheiten um diese Musik professionell, in höchster Perfektion, vorzutragen. Von den hinteren Reihen höre ich jetzt den Einwand, dass es aber doch Menschen gäbe, die würden sich einfach an ein Klavier setzen, und darauf losspielen. Die würden keine x-tausend-mal üben! Ja, sicher. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und einmal ganz ehrlich: Wieviel Menschen kennst Du, die ein Klavierkonzert von Chopin aus dem Stegreif vortragen?

Conlusio: wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, die mit so einem besonderen Talent ausgestattet sind, dann bleibt Dir nichts anderes übrig, als zumindest die Sechstausender Hürde zu nehmen. Und denk daran „Fleiß schlägt Talent!“ Selbst der talentierteste Klavier-Virtuose muss täglich mehrere Stunden üben. Lang-Lang wird Dir das sicher bestätigen. Das ist Lernen.

Das sind die Schritte vom „es geht schon irgendwie“ bis zur höchsten Profession. Das weißt Du auch in Deinem Innersten. Dafür hat Mutter Natur schon gesorgt, dass dieses Wissen in Deinen Genen gespeichert ist. Sonst hätte die Menschheit nicht überleben können und schon gar nicht hätte sie diese hohe Stufe erklommen, auf der wir heute alle stehen. Auf dem Siegerpodest in dem großen Wettbewerb, der Evolution heißt. Nur deshalb gehst Du heute auf zwei Beinen und erhobenen Kopfes, mehr oder weniger sicher, durch die Welt. An die vielen Versuche und die vielen Stürze kannst Du Dich nicht mehr erinnern. Und das ist auch gut so.

Verlass Dich auf Dein Gehirn

An den Beginn

Unser Gehirn hat da eine Hilfestellung für uns eingebaut, die dafür sorgt, dass wir negative Ereignisse schneller vergessen und uns dafür die positiven Aspekte dieses Ereignisses eher merken.

So wie ein Sportler sich an dem zu erwartenden Applaus beim Durchlaufen der Ziellinie orientiert, an dem großartigen Glücksgefühl, wenn er auf dem Stockerl steht, und nicht mehr an die Schmerzen und Blessuren denkt, die er sich während des Trainings zu dieser Leistung geholt hat.

Darum funktioniert Motivation, darum erbringen Menschen Höchstleistungen. Weil sie dieses tolle Gefühl immer noch in sich spüren. Weil sie sich an das positive Feedback erinnern, oder es erwarten, wenn sie etwas sehr gut gemacht haben. Weil sie mit allen Sinnen den Applaus genießen wollen, der ihnen vom Zuschauerraum entgegenströmt, sie gleichsam mit einer Glückswolke umhüllt, deren unsichtbare Bestandteile den ganzen Körper durchdringen, ein nie gekanntes Hochgefühl auslösen. Und das alles wirst Du nicht bekommen, wenn Dir „der Anfang (schon) zu schwer ist“. Dabei ist alles, was Du dazu brauchst, schon in Dir. Du musst es nur hervorrufen, sozusagen aufwecken. So wie ein begnadeter Musiker die Musik in sich trägt und spürt, wie ein Maler, der seine Bilder im Kopf zeichnet, bevor er sie auf die Leinwand bringt. Darum mache den ersten Schritt. Deine Reise mit dem Titel „Persönlichkeit entwickeln“ beginnt hier und jetzt.

Die Reise wird Dich nicht zu anderen Orten führen, in keinen dunklen Wald, oder tief hinab in finstere Höhlen. Du wirst nicht zwangsläufig

Persönlichkeit entwickeln durch lernen

andere Städte kennenlernen und musst auch nicht Deinen Wohnsitz wechseln. Es wird vielmehr eine Reise des Geistes, des Herzens und auch der Seele sein. Bei dieser Reise kannst Du wachsen und vielleicht einen Schritt in eine andere Art des Seins tun. Einen Schritt weiter in Richtung Hoffnung, einen Schritt von Hass zu Liebe, einen Schritt mehr zur Weisheit. Du bist der Held auf dieser Reise, mach Dich auf einige spannende Abenteuer gefasst!

Credits

Bild: Meeresbrandung, von: / https://unsplash.com/photos/scUJH30sgG4Bild: Zufall, von: Photo by Fernando Reyes on Unsplash / https://unsplash.com/photos/fSTaf7ebl_oBild: Rift Valley, von: Photo by Timon Studler on Unsplash / https://unsplash.com/photos/8xUokJ03zwMBild: Fleiss-schlaegt-Talent, von: Photo by Clark Young on Unsplash / https://unsplash.com/photos/tq7RtEvezSY

Bild: Reiseweg, von: Photo by Jake Blucker on Unsplash / https://unsplash.com/photos/tMzCrBkM99Y
Photo by Heike Mintel on Unsplash

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Entscheidungen treffen mit Struktur

In der Luftfahrt müssen Entscheidungen oft im Bruchteil von Sekunden getroffen werden. Nicht nur, wenn ein Notfall vorliegt, sondern auch im täglichen Flugbetrieb. Wie treffen Piloten, Crew-Miglieder ihre Entscheidungen, welches Modell steht dahinter und kann man es im „normalen“ Leben auch anwenden?

Entscheidungen treffen - welcher Wege ist zu gehen., Bild zeigt die Gabelung eines Waldweges
Im Leben stehen wir oft vor Entscheidungen – welcher Weg ist wohl der richtige?

FORDEC – ein Modell um Entscheidungen zu treffen

Zur ersten Frage: das Modell kann in allen Situationen angewandt werden, privat oder beruflich. Seine Wirksamkeit wird es allerdings erst dann entfalten, wenn es durch Training in „Fleisch und Blut“ übergegangen ist.

Das Modell selbst ist eine Entwicklung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Es ist die gängige Lehrmeinung in Bezug auf Entscheidungsprozesse in der Luftfahrt.

Die Anfangs-Buchstaben des FORDEC-Modells bezeichnen die einzelnen Schritte, die zur Entscheidung führen und bedeuten im Einzelnen:

  • Facts                           Welche Situation liegt vor?
  • Options                       Welche Handlungsoptionen bieten sich an?
  • Risks & Benefits        Welche Risiken und Vorteile sind mit den jeweiligen Handlungsoptionen verbunden?
  • Decision                     Welche Handlungsoption wird gewählt?
  • Execution                   Ausführung der gewählten Handlungsoption.
  • Check                         Führt der eingeschlagene Weg zum gewünschten Ziel?

Angenommen wird, dass Entscheidungen mit FORDEC treffen, diese robuster gegen Emotionen und Impulse machen. Falls eine sehr dynamische Situation vorliegt, mag ein Nachteil entstehen, da Entscheider immer versuchen die optimale Lösung zu finden. Das kostet wertvolle Zeit.

In zeitkritischen Situationen sollte der erste Schritt, die Option gewählt werden, die die Sicherheit am wenigsten gefährdet, um Zeit zu gewinnen.

FORDEC wird in der Medizin und der Luftfahrt angewandt.

Entscheidungen treffen mit FORDEC – Quellen


Texte | Betriebswirtschaft

 
Magnetische Blog-Texte – Ranking verbessern

So schreiben Sie magnetische Blog-Texte

zwei Hände, Kontaktbild

Die Kunden- oder Interessentengewinnung über eigene Blog-Texte steht aktuell im Mittelpunkt der Online-Strategien vieler Unternehmen. Ziel soll es sein, Besucher der Blogseite auf die eigene Homepage zu leiten, sie zu einer Interaktion zu veranlassen.

Wie Sie Texte schreiben, die Besucher zu Lesern machen, sie auf der Seite halten und dazu motivieren eine Handlung in Ihrem Sinne zu setzen, erfahren Sie in diesem Artikel.


Lassen Sie sich zeigen, für wen Sie einen Blog-Text schreiben, fühlen Sie wie die Struktur Sie in den Text zieht und hören Sie wie Stil und Grammatik ihre Texte anziehend macht. Kurz gesagt: Schreiben Sie magnetische Blogs, mit hypnotischer Wirkung.


Für alle die es eilig haben:

  • definiere Deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse
  • gestalte den Text so, dass er Emotionen weckt
  • gib dem Blog eine ordentliche, nachvollziehbare Struktur
  • beende den Text mit einer Zusammenfassung und einer klaren Handlungsanweisung

Die Zielgruppe bestimmt den Inhalt der Blog-Texte

Bei allen Texten, die Sie verfassen ist die Zielgruppe, also die Personen, die Sie mit Ihrem Text begeistern wollen, das Maß aller Dinge. Ziehen Sie sich die Schuhe Ihrer Zielgruppe an, sprechen Sie deren Sprache, wecken Sie Emotionen.

Selbst ein Blog, der sich mit allgemein gültigen Themen befasst, kann zielgruppenbezogen in mehreren Schreibstilen verfasst werden.

Sie denken nun, das sei viel Arbeit?
Richtig gedacht, denn es ist leider so, dass rund 80% der Blogtexte ihre Wirkung verfehlen, weil sie zu allgemein geschrieben sind, sich nicht an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren.

Wie Menschen Informationen aufnehmen

Es ist wohl ein alter Hut und wohlbekannt: Die Aufnahme von Informationen läuft beim Menschen über verschiedene Kanäle.
Wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken. Meist jedoch haben Menschen einen bevorzugten Zugang und sie auf diesem „anzusprechen“, heißt Emotionen zu wecken. Und wir wissen nicht nur seit Georg Häusels „Limbic Sucess„, dass es die Emotionen sind, die Handlungen auslösen, Kaufwünsche erzeugen:

  • die einen wollen lieber etwas begreifen, weil sie auf dem Tastsinn definiert sind,
  • anderen wieder „schmeckt“ es gar nicht, was Sie da in Ihrem Text von sich geben
  • und für wieder andere hört sich das gar nicht so übel an (auch wenn sie es nur lesen)
  • und dann gibt es noch die, die Sie vielleicht nicht riechen können, obwohl der Abstand zwischen ihnen mehrere hundert Kilometer beträgt.

Und Sie fragen sich jetzt natürlich, wie Sie diese Grundbedürfnisse alle unter einen Hut bringen?
Ganz richtig, das ist schon mal die Königsdisziplin, wenn Sie Blog-Texte schreiben und ich möchte Ihnen das an einem Beispiel zeigen:

Blog-Text Beispiel (Hotel)


Schon auf der Fahrt zu unserem Hotel, haben Sie das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen. Kurz nach der Abfahrt von der Autobahn lassen Sie Hektik und Stress hinter sich.

Vor Ihnen öffnet sich die ruhige, sanfte Landschaft des weiten Waldes. Gepflegte Wiesen, herrlich duftende Wälder.

Schon beim Eintreten in unser Haus nehmen sie warme Farb- und Holztöne gefangen, verführen ätherische Düfte kostbarer Öle und heißen Sie mit einem freundlichen „Grüß Gott“ Herzlich Willkommen. Hier erleben Sie ab der ersten Sekunde ein Wohlgefühl für Körper, Geist und Seele. Und falls Sie einige Momente der Ruhe nach der Anreise brauchen, empfängt Sie die Stille unserer hauseigenen Kapelle. Hohe Buntglasfenster spiegeln das Tageslicht in wunderbaren Farben auf den Wänden. Die Erhabenheit der hohen Kirchenräume umfängt Sie.

Zentral innerhalb des Städtedreiecks gelegen, idyllisch inmitten der sanften Hügelwelt des Waldes – mit Weitblick in Richtung Alpen, liegt unser Haus auf der Anhöhe, die seit Jahrhunderten Sonnberg genannt wird, im goldenen Licht der Sonne.

Weitblick spürt man aber auch im gesamten Angebot, das eine einzigartige Synthese von Land- und Forstwirtschaft in Verbindung mit einer Hotel-Destination darstellt. Wer heute spüren will, was morgen „in“ sein wird, ist hier richtig. Ihnen werden Innovationen begegnen, die Sie zu dem Zeitpunkt nirgendwo anders finden. Unser Haus ist lebendig, inspirierend, spirituell.

Ein Ort, an dem Gastfreundschaft großgeschrieben wird. Unser freundliches, zuvorkommendes Team kümmert sich gerne um Ihre Wünsche und Anliegen. Das Wohl unserer Gäste ist unser oberstes Prinzip.“


Lesen Sie diesen Text in Ruhe durch und merken Sie sich den Abschnitt, der Sie am besten angesprochen hat. Und wenn Sie möchten, lassen Sie diesen Text auch Verwandten, Freunden und Bekannten lesen und holen sich deren Meinung. Sie werden überrascht sein, über die Vielfältigkeit der Antworten.

Es ist von Bedeutung, dass die Blog-Texte „sinnvoll“ sind, damit meine ich, dass sie möglichst alle Sinne ansprechen.

Die Struktur ist die Richtschnur – 5 gute Gründe, um weiterzulesen

Ohne Struktur bleiben Ihr Blog-Texte zusammenhangsloses Stückwerk. Wenn der Text mehr als 800 Worte umfasst, wird er kaum bis zum Ende gelesen – es sei denn Sie bauen gleich am Anfang ein Inhaltsverzeichnis (mit oder ohne Links) ein. Lesen Sie als Beispiel den dritten Absatz. Dann überlegen Sie, wie Sie die versprochenen Inhalte in eine Struktur bringen. Dazu können Sie das folgende Muster verwenden:

  • Wählen Sie Überschriften, die neugierig machen und teilen Sie Ihren Text in Absätze mit Zwischenüberschriften. Gedankenstriche, Listen und Aufzählungen lockern auf und machen den Text übersichtlich.
  • Halten Sie die Sätze kurz. Der Hauptsatz enthält die Hauptsache, Nebensätze informieren zu den Angelegenheiten und Festsetzungen des Hauptsatzes – oder kürzer gesagt: Hauptsätze beschreiben den Kern, Nebensätze den Umstand. Merken Sie den Unterschied?
  • Verben, oder auch Handlungswörter lassen Ihren Text fließen. Denken Sie an Sätze, wie: „Wir bieten Ihnen Unterstützung, damit sie eine schnelle Problemlösung haben.“ Wie gefällt Ihnen der Satz? Sie sollten sich merken:
    • Worte, die mit „ung“ enden, sind immer von Zeitwörtern abgeleitet und der Satz wird gequetscht.
    • Besser ist es die Zeitwörter herauszulösen, dann könnte der Text so lauten: Wir unterstützen Sie in jeder Form, um so Ihre Probleme effektiv zu lösen.“

       

      Merken Sie den Unterschied?

  • Nutzen Sie die Macht von Emotionen durch Adjektive: Die Leistung Ihres Mitarbeiters ist nicht nur groß, sie ist bewundernswert. Es gibt beglückende Umstände und nicht nur günstige; Sie fühlen sich beseelt von dem Gedanken gute Texte zu schreiben und sind nicht nur interessiert daran; aber im Geschäft ist oft Vorsicht geboten und nicht nur nötig. Selbst ein einziges, geschickt platziertes Adjektiv kann einen Satz glänzend erscheinen lassen und er überstrahlt, der Text davor und danach verblasst.
  • Schreiben Sie keine „abgelutschten Sprachbilder“, die wie ein alter Kartoffelsack über den Gartenzaun hängen. Die Spitze des Eisbergs kann auch nur ein kleiner Teil, des in der Tiefe liegenden Berges sein; Ihr Freund kann eine Sprache haben, die wie eine Drahtbürste in Ihren Gehörgang hineinkriecht. Das Licht des Mondes kann nicht nur die Nacht zum Tag machen, sondern sich wie eine silberne Decke über die Felder legen. Da sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Außer jenen, des guten Geschmacks.

Der Inhalt macht die Blog-Texte wertvoll – reihen Sie glänzende Perlen an einer Kette

Erst die Verpackung macht den Wert. Das ist eine alte „Verkäuferweisheit„. So geht es auch Ihrem Text. Er gewinnt an Wert, wenn Sie ihn richtig „verpacken“. Noch bevor das Paket von der einengenden Schnur befreit wird, soll die Neugier des Lesers geweckt sein:

  • außergewöhnliche Überschriften, packend und originell
  • eine kurze (max. 250 Wörter umfassende) Einleitung, die einen Überblick gibt, um was es geht
  • eine Zusammenfassung für die, die alles sofort wissen wollen
  • die logische Abfolge des Inhalts – bereits am Anfang das Ende im Sinn haben
  • eine Zusammenfassung
  • eine Handlungsanweisung am Schluss

Die Persönlichkeit des Lesers will angesprochen werden

Wer sich schon mit Persönlichkeitsanalysen auseinandergesetzt hat, der kennt natürlich die Haupttypen, die auf Grund dieser oft wundersamen Fragestellungen herauskommen. Eine sehr gute Möglichkeit, um bedarfsgerecht zu schreiben, denn jede dieser Persönlichkeiten, verlangt einen anderen Text. Das klingt vorerst schwierig kann aber dennoch einfach sein.

Welche psychologischen Persönlichkeiten kennen wir (nach dem DISG-Modell):

  • Dominanz – verlangt kurze Sätze, eine Zusammenfassung am Anfang. Das Interesse sollte bereits im ersten Satz geweckt sein.
  • Initiativ – will unterhalten werden, Spaß haben und auch einbezogen werden (Quiz, Frage- oder Gewinnspiel).
  • Stetig – braucht Struktur und klare Vorgaben, sozialer Wert des Textes ist zu betonen
  • Gewissenhaft – braucht jede noch so kleinste Information. Unbedingt Links zu weiterführenden Informationen einbauen.

Ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man es weiß. Informationen zu DISG-Modell gibt es unter: https://persolog.net.

Wie ein magnetischer Blog entsteht – Zusammenfassung

Es gibt einige wenige Grundregeln, die zu befolgen sind und Ihre Blogs werden von Ihren Zielgruppen begeistert aufgenommen.

  • Zielgruppenorientierung – schlüpfen Sie in die Schuhe Ihrer Zielgruppe, aber achten Sie darauf, dass diese Ihnen nicht zu groß oder auch zu klein sind.
  • Denken Sie an die verschiedenen Persönlichkeitstypen (hier unter DISG zusammengefasst) und schreiben Sie den Text so, dass möglichst alle angesprochen werden.
  • Wecken Sie Emotionen, bringen Sie die Leser zum Lachen, Weinen, Nachdenken und auf alle Fälle zum Handeln. Zur Erinnerung: Handeln kommt von Handlung.
  • Fassen Sie am Ende zusammen und bieten Sie weiterführende Informationen an.
  • Fordern Sie zum Handeln auf.

Wenn Sie nun das Gefühl haben, dass Sie mehr wissen möchten, dann können sie die Seite SensologX.atbesuchen. Der Autor hat diesen Verein gegründet, um innovative Kunst- und Kulturprojekte zu fördern und zu entwickeln. Denn auch das Schreiben profaner Texte kann Kunst sein. Viel Spaß.

 
 
 
 
 
 

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